Neue Rechtsvorschriften
WARNRUF WEGEN ITX, 2- ISOPROPYL-THIOXANTHON
Die italienischen Behörden haben in Säuglingsnahrung ITX in Mengen von 120- 300 ppb gefunden, das durch die mit UV-Technik bedruckte Verpackung in die Milch migriert war. Das ITX wurde sogar in Mengen bis zu 450 ppb in der Säuglings-Folgenahrung (für Kinder über 12 Monate) mit gleichem Ursprung gefunden. Andere Befunde in der Milch und in den Soja-Produkten, die nicht spezifisch für Kinder bestimmt sind, wiesen bis zu 300 ppb auf.
Das ITX zusammen mit 2-Ethylhexyl-4-Dimethylaminobenzoat (EHDAB) wird seit vielen Jahren als Photo-Initiator für die mit UV-Strahlung behandelten Druckfarben eingesetzt. Die italienische Behörde hat jedoch ihre Bedenken zu den potentiellen toxischen Eigenschaften der beiden o.g. Wirkstoffe ausgedrückt. Daraus ist eine große Krise entstanden, die den ganzen Sektor für der Lebensmittelindustrie betroffen hat, die ihre Behälter in dieser Weise bedruckt haben.
Nestlé und Tetrapack, die jeweils die Milch und das Material für die Behältnisse produzieren, in denen das ITX aufgefunden worden ist, sind gezwungen worden, Millionen Verbraucherprodukte vom Markt zu nehmen.
EFSA, die Europäische Behörde für Nahrungsmittelsicherheit, wurde aufgefordert, ein Urteil in Bezug auf das ITX und auf das EHDAB auf Grund der derzeitigen Kenntnisse der Migration und der toxikologischen Eigenschaften abzugeben. Im Urteil vom 7. Dezember 2005 heißt es, dass EHDAB dank des niedrigen Stoffüberganges kein Grund zur Besorgnis hervorruft, hingegen kein Schluß in Bezug auf das ITX gezogen werden kann, weil (a) das Ausmaß der Migration als nicht unwesentlich vor allem bei Neugeborenen und Kleinkindern anzusehen ist und (b) obwohl die toxikologischen Daten keinen Aufschluß darüber gebracht haben, dass das ITX genotoxisch ist, die Ergebnisse somit eher widersprüchlich aussehen und keine weiteren Kommentare zulassen.
In Italien sind immer noch die Maßnahmen in Kraft, die die Rücknahme der ITX- haltigen Behälter vom Markt vorschreibt und der Warnruf in der Nahrungsmittelindustrie ist immer noch sehr hoch, obwohl die negative Pressekampagne während der Weihnachtzeit zurückgegangen war.
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